„Du Gott bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.“ Psalm 23,5

In diesem Vers lesen wir, dass Gott uns überfließend segnen will. Immer wieder will er uns mit seiner Liebe, seinem Segen und seiner Gunst verschwenderisch begegnen – nicht mit „gerade genug“ oder „knapp“. Unser Gott will uns mehr als genug geben. Zuviel! Spannend ist, dies liest man nur in den alten Übersetzungen und in der Ursprache. In den neueren Übersetzungen mussten die Worte „fließt über“ unpassenden Worten wie „randvoll“ , „genug“ oder „voll“ weichen. Obwohl doch gerade dieses Überfließende und Verschwenderische, welches in der Ursprache so schön zum Vorschein kommt, unseren Gott so spannend und interessant macht. Gott will uns immer mehr als genug geben. Interessant ist dies auch bei den Juden zu beobachten: Wenn sie das Passamahl feiern und den Wein einschenken, wird dieser nach altjüdischer Tradition überfließend eingeschenkt. Er fließt über den Becher hinaus in den Untersatz. Damit sagen sie jedes Mal:

„Wir haben einen Gott, der uns mehr als genug geben will. Einen Gott, der uns überfließend segnen will. Wir haben einen Gott des Segens und des Überflusses.“

Ich denke, um dies zu erleben und zu erfahren, müssen wir unser Bild ändern. Ich bin schon oft Menschen begegnet, die zwar an Gott glauben, jedoch an einen Gott mit Grenzen. Seine Liebe hat Grenzen, sein Segen ist begrenzt und seine Gunst sowieso. Meistens will dieser Gott uns nicht segnen und wenn, dann nur so, dass es gerade reicht. „Es geht ja“ oder „Es reicht schon, wir kommen irgendwie durch!“ – dies sind typische Aussagen solcher Menschen. Doch das ist nicht unser Gott der Bibel. In der Bibel lernen wir einen Gott kennen, der uns mehr als genug geben will. Sein Segen will uns immer wieder beleben, seine Ideen und Inspiration sind grenzenlos und er hat immer wieder mehr Segen und Gunst für uns bereit. Überfließend, grenzenlos.

Darum ermutige ich dich, öffne dich und ändere dein Bild von einem Gott des „Es geht schon“ zu einem Gott des Überflusses und „Mehr als genug!“ Ändere dein Denken, ändere deinen Lebensstil und kicke das Kleindenken und den Geist der Armut in allen Bereichen deines Lebens und erlebe wieder, wie Gott dein Leben belebt und dir überfließend mit seiner Liebe, Vergebung und Segen begegnet, so dass du zu einer Inspiration und einem Segen für andere werden kannst. Wo könnte es noch sein, dass dein Denken zu klein, zu weltlich, zu menschlich oder zu ungöttlich ist? Schreibe die Bereiche auf, gibt sie Gott hin, trainiere dir ein neues Denken an und erlebe, wie Gott dir neu und überfließend begegnet!