Alle waren erstaunt und erschrocken, und einer sagte zum anderen: „Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet. Sogar den bösen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm.“ Matthäus 11,27

Wenn man heutzutage die Olympischen Spiele verfolgt, erstaunt es, dass Experten vor vielen Jahren behauptet haben, dass es unmöglich sei, eine Meile in weniger als vier Minuten zu laufen. Ein Mensch sei dazu nicht imstande. Sie führten alle Arten von wissenschaftlichen Studien durch, die dies angeblich bewiesen. Doch eines Tages kam ein junger Mann, der nichts auf die Meinung der Experten gab. Er ließ nicht zu, dass sich diese negativen Behauptungen in seinem Gehirn festsetzten. Er begann zu trainieren und glaubte fest daran, dass er jenen Rekord brechen würde. Und wirklich – eines Tages gelang es ihm. Er unterschritt die Vier-Minuten-Grenze. Der Name dieses Mannes, der Sportgeschichte schrieb, war Roger Bannister. Doch jetzt kommt das, was diese Geschichte noch spannender macht: Innerhalb der nächsten zehn Jahren, nachdem Roger diesen Rekord gebrochen hatte, liefen weitere 336 Läufer die Meile in weniger als vier Minuten. Unglaublich! Warum schafften sie dies plötzlich? Die Antwort ist simpel: Vorher hatte sich diese „unüberwindbare Grenze“ in den Köpfen der Athleten festgesetzt und sie glaubten daran. Diese Geschichte erinnert mich an eines meiner Lieblingszitate:

„Alle sagten: Das geht nicht! Da kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht!“

Der erste Kampf, um zu sehen und zu erleben, wie Gott Wunder tut, wie wir uns verändern, wie Gutes in unser Leben kommt und Gottes Segen sich ausbreitet, findet in unseren Gedanken statt. Wir werden nie die Grenzen überwinden, die wir uns in unserem Denken gesetzt haben. Wenn du denkst, du kannst etwas Bestimmtes nicht, dann kannst du es auch nicht. Wenn du denkst, du wirst eh nie gewinnen, nie heiraten, nie erfolgreich sein, nie eine Sucht überwinden oder erleben, wie du geheilt wirst, dann wirst du dies auch nicht. Die Grenzen für den Segen und die Wunder, die wir erleben, setzen wir uns in unseren Gedanken. Darum sprenge deine Grenzen. Durchbrich deine Grenzen. Erwarte mehr und beginne damit in deinen Gedanken. Denke an den Sieg, denke an das Gute, stell dir den Segen vor und male dir ein Bild vor dein inneres Auge, wie Gott dir den Durchbruch schenken wird. Durchbrich die Grenzen der Vergangenheit, lass Verletzungen los und beginne neu, positiv und hoffnungsvoll zu denken. Denn wenn wir dies nicht tun, werden unsere Grenzen uns davon abhalten, das Wunder zu erleben und den Segen zu sehen. Gott sagt heute zu dir:

„Steh wieder auf. Du hast dich jetzt lange genug mit deinen Verletzungen beschäftigt, lange genug verpassten Gelegenheiten nachgetrauert und bist lange genug liegen geblieben. Es ist an der Zeit aufzustehen und die Verletzungen, Schmerzen und Niederlagen der Vergangenheit hinter dir zu lassen. Es ist wieder an der Zeit, neu zu glauben und zu erwarten, dass Gott noch viel Größeres für dich bereit hält.“