„Wenn mich aber jemand liebt und meine Gebote befolgt, dann werde ich ihm und seinen Nachkommen Liebe und Treue erweisen über Tausende von Generationen hin.“ 2. Mose 20,6

Viele Menschen machen es sich irgendwann dort, wo sie sind, gemütlich. Sie haben sich mit einem mittelmäßigen Leben zufrieden gegeben und erwarten nicht, dass Gott noch mehr für sie bereit hält. Als Entschuldigung dafür sagen sie Dinge wie: „Meine Eltern waren arm, meine Großeltern auch. Niemand in unserer Familie hat es je zu etwas gebracht und mir wird es vermutlich genauso ergehen.“ Doch ich möchte dir heute sagen, gib diesen Aussagen, diesen Lügen kein Gewicht mehr in deinem Leben. Unser Gott ist ein dynamischer Gott. Er will, dass wir weiterkommen. Er will, dass wir eingefahrene Wege verlassen und neue Geschichten schreiben. Er will, dass wir aufstehen, unsere Kindheit nicht mehr als Entschuldigung vor uns herschieben und beginnen, mit einer neuen Einstellung, einem neuen Glauben und einer neuen Hoffnung zu leben. Mit unserer Entscheidung, aufzustehen, wieder mehr vom Leben und von Gott zu erwarten und unsere Geschichte neu zu schreiben, verändern wir nicht nur unser Leben, sondern auch das Schicksal der Generationen, die nach uns kommen werden.

Darum sage zu dir selber: „Jetzt ist genug!“ Bleibe nicht da stehen, wo du bist. Du kannst mehr erreichen als die Generationen vor dir. Gott will und sucht den Fortschritt mit dir, immer wieder. Dies sagte er auch zu Adam und Eva im Paradies. Er traute ihnen seine Schöpfung an und sagte quasi: „Jetzt bringt sie vorwärts. Bringt sie in Bewegung. Macht etwas daraus.“ Stell dir vor, es wäre anders gewesen, und die Menschheit hätte nur bewahrt, was sie von Gott bekommen hat! Wir würden noch heute bekleidet mit Blättern im Wald herumirren und uns von kalten Fischen ernähren, weil es noch kein Feuer gäbe. Vielleicht gab es im Leben deiner Vorfahren immer wieder Eheprobleme, Scheidungen und Fälle von persönlichem Versagen, seelische Problemen und wirtschaftlichem Misserfolg. Dann ist es jetzt deine Aufgabe, aufzustehen und zu sagen: „Genug ist genug. Ich werde diese negativen Dinge nicht an meine Kinder weitergeben. Ich werde mit der Hilfe Gottes aus diesem Teufelskreis ausbrechen. Ich glaube, dass Gott etwas Besseres für mich bereithält und ich werde es empfangen!“

Für dies entschied sich auch Phyllis, eine Frau, deren Geschichte ich gelesen habe. Phyllis wurde mit 16 Jahren überraschend schwanger und musste die Schule verlassen. Ihre Träume zerplatzten und sie war total verzweifelt. Sie mietete eine winzige Wohnung, hatte kaum Geld und lebte von dem, was andere ihr zukommen ließen. Doch statt sich mit ihrem Schicksal abzufinden, sagte sie eines Tages zu sich selbst: „Jetzt ist Schluss! Meine Kinder sollen nicht in einer solchen Atmosphäre groß werden. Ich entscheide mich für einen anderen Lebensstil.“ Sie begann zu glauben, dass Gott Besseres und Größeres für sich bereithält und rechnete wieder damit, dass er sie auf übernatürliche Weise segnen würde. Sie sagte den negativen Gedanken den Kampf an und begann, sich selbst etwas zuzutrauen. Wenn es schwierig wurde, gab sie trotzdem nicht auf. Unbeirrt verfolgte sie ihren Weg. Sie tat, was in ihrer Macht stand und Gott tat das Seinige dazu. Phyllis bekam eine Stelle in der Cafeteria einer Schule. Nebenbei besuchte sie eine Abendschule und holte ihren Abschluss nach. Danach besuchte sie die Universität, bestand ihr Bachelor-Examen und machte danach noch einen Master-Abschluss. Heute arbeitet sie als Direktorin in demselben Schulbezirk, wo sie in der Cafeteria begonnen hatte. Sie hat den Fluch der Armut und des Mangels über ihrer Familie gebrochen und sagt dazu: „Gott hat mich einen weiten Weg geführt: Früher habe ich von der Wohl-fahrt gelebt, heute lebe ich im Wohl-stand.“

Auch wir können, wenn wir wollen, Ähnliches erleben. Gib dich nicht länger mit dem zufrieden, was du heute hast, sondern fasse Mut und wage es, neue Wege zu beschreiten. Steh auf und sage zu deinen negativen Gedanken, dem Geist der Armut, der Sucht, der Not, der Depression, der Angst, der Minderwertigkeit, dem was dich davon abhält, dein volles Potenzial zu entfalten: „Genug ist genug. Jetzt stehe ich mit Gott zusammen wieder auf und schreibe meine Geschichte neu!“