„Ja, wir alle sehen mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn. Wir sehen sie wie in einem Spiegel, und indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, wird unser ganzes Wesen so umgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen. Diese Umgestaltung ist das Werk des Herrn; sie ist das Werk seines Geistes.“ 2. Korinther 3,18

Wir alle sind ein Werk. Ein Meisterwerk Gottes. Aber auch ein Werk, an dem Gott noch am Arbeiten ist. Gott arbeitet durch seinen Geist jeden Tag daran, dich und mich zu verändern, uns ihm ähnlicher werden zu lassen und uns immer wieder auf seinen nächsten Segen, seinen nächsten Spielzug, seine nächste Idee vorzubereiten. Und das Geniale an unserem Gott ist, dass er sich dabei nicht mit unseren Fehlern und den Situationen beschäftigt, wo wir versagt haben – nein, Gott sieht, was wir gut machen. Vielleicht verlierst du manchmal die Beherrschung oder dir entgleitet eine Bemerkung, die du lieber nicht gesagt hättest. Bitte Gott und den Menschen, der unter deiner Art gelitten hat, um Vergebung aber bleib nicht stehen. Lass dich nicht von deinen Fehlern herunterziehen. Sondern schaue wieder auf Gott. Schaue nach vorne. Für Gott bleibst du trotzdem unglaublich wertvoll.

Ich schreibe das nicht, um unsere Fehler zu beschönigen oder zu rechtfertigen. Aber die Wahrheit ist, dass wir alle Bereiche haben, in denen wir uns verbessern müssen. Doch um weiterzukommen, müssen wir aufhören, uns auf unsere Fehler zu konzentrieren. Stattdessen sollten wir uns auf Gott und wie Gott uns sieht, fokussieren. Wir alle sind Geschöpfe Gottes und sollten lernen, uns so anzunehmen wie wir sind. Erst wenn wir das Ja zu uns selbst, zu unseren Schwächen, Kämpfen, Nöten, Zweifeln, Ängsten und Fehlern gefunden haben, wird Gott uns verändern und weiterbringen. ER wird es tun. Durch seinen Geist. Nicht wir. Und wann immer wir auf ihn schauen, und uns so sehen, wir er uns in seinen Augen sieht, verändern wir uns. Mehr und mehr, Schritt für Schritt werden wir zu einem besseren Menschen. Wir werden geduldiger, selbstdisziplinierter, kontrollierter und beherrschter. Automatisch. Wie von selbst.

Darum ist es so wichtig, dass wir uns selbst annehmen, ein Ja zu uns finden, lernen glücklich mit uns selbst zu sein, so wie Gott uns geschaffen hat und wieder erkennen, dass wir in den Augen Gottes unglaublich wertvoll sind. Leider sind viele Menschen sehr unglücklich, weil sie nicht im Reinen mit sich selbst sind. Sie kritisieren sich immer wieder selbst und kämpfen mit allen möglichen selbstauferlegten Schuldgefühlen. Sie haben keinen Frieden mit sich, mit ihrer Geschichte und mit ihrer Art. Und ehrlich, wenn man nicht mit sich selbst zurechtkommt, wie sollte man dann mit anderen Menschen zurechtkommen? Lerne, mit dir selbst glücklich zu sein, so wie Gott dich geschaffen hat. Klar, du machst Fehler. Das tut jeder. Aber um wirklich frei zu sein, brauchst du trotz deiner „Unvollkommenheit“ eine gesunde Selbstachtung. Klar, gibt es noch ein paar Angewohnheiten, die du ablegen solltest. Doch denk daran, Gott ist noch nicht fertig mit dir. Er ist noch am Werk und dabei, dich zu verändern und vorwärts zu bringen. Auch Paulus schreibt im Epheser 2,10 „wir sind Gottes Werk.“ Und das Wort „Werk“ kommt von „wirken“. Gott wirkt in uns, wir sind ein Produkt, das sich noch in Arbeit befindet. Unser ganzes Leben lang arbeitet Gott an uns und macht uns Schritt für Schritt zu dem Menschen, den wir nach seinem genialen Plan sein sollten. Darum erkenne – trotz Fehler, trotz fehlender Perfektion und Mangel – du bist und bleibst für Gott unglaublich wertvoll.